Monatsandacht

Zum Monatspruch

Alles, was Gott geschaffen hat, ist gut, und nichts ist verwerflich, was mit Danksagung empfangen wird.

1.Tim 4,4

 

Zu einer goldenen Hochzeit erzählte mir einst ein Paar: „Eigentlich, Herr Pastor, wollten wir damals noch nicht heiraten, aber es gab ein Gerücht und dieses Gerücht lautete: Die Russen verbieten jetzt das Heiraten, und da haben wir ganz schnell das Aufgebot bestellt und geheiratet.“

Im 1. Thessalonicherbrief (1. Timotheus) wird solche Freiheit eingeübt. Eine Freiheit von menschlichen Satzungen gegenüber dem, was Gott selbst geschaffen hat und dazu gehört das Zusammenleben von zwei Menschen in der Ehe. „Alles was Gott geschaffen hat, ist gut ...“

Nicht wichtig ist, was Besatzungsmächte, Nachbarn, Freunde, Bekannte, Verwandte oder die Mode uns einreden möchten. Was wirklich zählt ist, was Gott geschaffen hat, nicht was Menschen von uns erzwingen möchten muss uns gefangen nehmen, sondern wir sind auf Grund unseres Glaubens an Gott frei, uns auf das zu besinnen was wirklich wichtig ist, jene Ordnungen Gottes. Was Gott geschaffen hat, das ist wirklich segensreich für alle Menschen. Um aber diesen Segen wirklich zu empfangen brauchen wir die Danksagung.

Unser Briefschreiber weiß: „Was mit Danksagung empfangen wird – das ist nicht verwerflich.“

Dankbarkeit ist eine Eigenschaft, die uns selbst zu glücklichen Menschen macht. Denn Dank lässt uns den Sinnzusammenhang in unserem Leben immer mehr erkennen. In Äthiopien gibt es ein Sprichwort: „Tadle Gott nicht, dass er den Tiger erschuf, sondern danke ihm, dass er ihn nicht mit Flügeln erschuf.“

Oft geht es nur um eine, ein wenig veränderte Perspektive, um einen wirklichen Grund zum Danken zu finden.

Gerade der Wonnemonat Mai gibt mitten in der blühenden Schöpfung täglich viele Gründe, den Dank einzuüben, mitten in unserem Leben. Ein Dank, der neben dem Schöpfer auch seinen Geschöpfen gelten darf. Diesen Dank einzuüben macht unser Leben reich vor Gott und untereinander.

Ihr dankbarer

Bernd-Ulrich Gienke

Pastor