In der Kapelle in Vorbein feiern wir unregelmäßig unseren Gottesdienst. Die Termine  können Sie unserem Gemeindebrief „Kirch un Lüd” entnehmen.

Wie Rustow war auch Vorbein von Anfang an bei Loitz eingepfarrt. Eine mittelalterliche Kapelle ist bezeugt. Sie hatte 1575 einen Turm, der allerdings sehr baufällig war.

Die erhalten gebliebene Kapelle wurde anstelle eines offenbar vollständig abgebrochenen Vorgängerbaus 1816 nach Plänen von Johann Gottfried Quistorp errichtet. Sie lehnt sich in Gestalt und Einrichtung an die Kapelle Rustow an – ist allerdings insgesamt einfacher.

Auf ein hölzernes Spiegelgewölbe wurde verzichtet. Auch der Kanzelaltar und das sich anschließende Gestühl ist wesentlich schlichter gehalten. Der sich an den Kanzelaltar anschließende Pfarr- und Beichtstuhl befindet sich auf der Nordseite. Ihm gegenüber auf der Südseite steht der Patronatstuhl. Vorbein war eine landesherrliche Domäne. Da Schwedisch-Pommern 1815 an Preußen gefallen war, wurde über dem Patronatstuhl der schwarze preußische Adler angebracht. Das Kastengestühl für die Dorfbewohner wurde in den 1980er Jahren zu Gunsten einer neuen Bestuhlung entfernt. Die gesamte Einrichtung war perlweiß gestrichen. Die vergoldeten Verzierungen auf den Füllungen der Kanzel hatte man für die Renovierung der Kirche in Loitz vorbereitet. Sie waren ursprünglich für die Bibliotheksschränke hinter dem Altar bestimmt gewesen. Da sie dort aber von den seitlichen Beichtstühlen verdeckt wurden, hat man sie als Schmuck der Kapelle Vorbein überlassen.