Orgelreparatur

Die Orgel der Marienkirche braucht Hilfe
Der deutsche Orgelbau wurde von der UNESCO im Jahr 2017 zum immateriellen Weltkulturerbe erklärt. Jede Orgel ist ein Unikat und wurde als solche für den Raum, in dem sie steht, speziell konzipiert und gebaut. Sie spiegelt die Zeit und die Moden ihrer Erbauung. Die Orgel der Marienkirche in Loitz wurde 1941 von dem Bartensteiner Teil der Firma Kemper aus Lübeck fertig gestellt, am 3. Mai 1941 durch Paul Ewert abgenommen und am 4. Mai 1941 durch Professor D. Laag aus Stettin geweiht.

 

Die Orgel besitzt drei Manuale und Pedal und ist seit 1941 Bestandteil der dreischiffigen denkmalgeschützten Loitzer Marienkirche, die ohne dieses Instrument ihre Stimme verlieren wird. Es handelt sich um eine der wenigen „orgelbewegten“ Vorkriegsinstrumente, die aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ohne Umbau übrig geblieben sind. Viele dieser Orgeln wurden, da sie zum Ende des Jahrtausends außer Mode kamen und als minderwertig betrachtet wurden niedergerissen, durch mangelnde Wartung zerstört oder bis zur Unkenntlichkeit umgebaut. Nicht wenige haben auch den Krieg oder die Nachkriegszeit nicht überstanden. Selbst in Loitz gab es Gedankenspiele, die in schriftlicher Form in der Orgelakte zu finden sind, die Orgel abzureissen und durch ein elektrisches Instrument zu ersetzten.

 

Auch Ideologisch sind diese Orgeln schwierig, da die Orgeltheoretiker und Orgelbauer dieser Zeit dem Gedankengut der Nazis nicht gerade ablehnend gegenüber standen, so dass es bis heute einfacher ist, dieses Erbe einfach tot zu schweigen oder sterben zu lassen. Die Orgel der Marienkirche in Loitz ist ein sperriges Instrument, dass auch durch ihre Mechanik (eine elektropneumatische Membranlade) immer wieder herausfordert. Das Instrument braucht, dringend eine Restaurierung. Helfen Sie uns dieses Erbe in der kleinen Stadt Loitz zu erhalten, die, wenn wir nicht jetzt handeln, ohne ihre Orgel ein Stück ihrer Geschichte verlieren wird.